Buch Elterngeld Elternzeit Schwangerschaft

Taddaaa, mein Buch ist da: Don’t worry, be Mami – wenn aus Mütterrechten ein Buch wird

Sechs Jahre war es her, da verlor ich meinen Job. Am ersten Tag nach der Elternzeit. Wenn ich davon erzähle, glaubt mir das niemand. In meinem Buch „Don’t worry, be Mami“, dass heute im Blanvalet-Verlag erscheint, habe ich erstmals aufgeschrieben was an diesem Tag wirklich passiert ist:

Wie ich an einem leergefegten Schreibtisch saß, wie mich meine beiden Chefs stundenlang ignoriert haben, wie ich wortlos in den Konferenzraum zitiert wurde und warum ich den Empfang der Kündigung doch nicht mit „Ihr Arschgesichter“ unterschrieben habe.

Auch wenn es damals eine bittere Erfahrung war – heute bin ich dankbar dafür. Denn seit diesem Urknall widme ich meine juristische Energie nicht mehr irgendwelchen familienunfreundlichen Arbeitgebern, für die ich eigentlich nur eine Zahl bin, die schnellstmöglich aus der Gehaltsliste gestrichen werden muss. Nein, ich lenke sie zu einer Gruppe von Menschen, die sie wirklich brauchen und die mir am Herzen liegen: Eltern und natürlich ganz besonders Müttern.

Und deswegen gibt es jetzt als Ergänzung zu meinem Blog das Wissen, dass ihr während der Schwangerschaft, Geburt, Elternzeit und danach braucht, in Papierform.

In insgesamt 13 Kapiteln nehme ich dich an die Hand und erkläre dir auf 288 Seiten wie „Jura für Eltern“ funktioniert. Natürlich nicht in langweiligem Juristenblabla, das niemand versteht. Nein, jedes Kapitel ist eine Geschichte aus dem wahren Leben einer Anwältin zwischen Kind, Kita und Gerichtsaal – aufgehängt an einem bestimmten Rechtsthema. Neben den Klassikern Mutterschutz, Elternzeit und Elterngeld geht es auch um das Sorge- und Unterhaltsrecht, wie du deinen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz geltend machst und was du über die Aufsichtspflicht wissen solltest. Zwischendurch findest du graue Kästchen mit den wichtigsten Infos, Tipps und Tricks. Und ganz zum Schluss gibt es einen Musterteil mit den weiterführenden Links, Checklisten und Mustertexten. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Neugierig? Dann kannst du jetzt einen kleinen Vorgeschmack lesen:

„Die beiden Chefs sitzen mir am langen Besprechungstisch gegenüber und blicken mich mit ernster Miene an. Was habe ich nur verbrochen, frage ich mich? Ich bin doch nur eine Mutter, die sich ein Jahr um ihr Baby gekümmert hat und jetzt wieder arbeiten möchte. Herr Frey räuspert sich. „Wir kommen gleich zum Thema: Es tut uns außerordentlich leid, wir können sie jedoch nicht mehr bei der LOGO Logistics GmbH weiterbeschäftigen.“

Flutsch. Ich habe das Gefühl, dass mir der Synthetikteppich unter den Absatzschuhen weggezogen wird. Mein Gesicht erstarrt zur Maske, mein Puls steigt, mein Herz rast – mit jedem unglaubwürdigen Erklärungsversuch ein bisschen schneller – bis ich in Trance nur noch Wortfetzen aufschnappe. „Umstrukturierung“… „Auslagerung der Rechtsabteilung“ … „Kosten einsparen“ … „keine andere Beschäftigungsmöglichkeit“ … „sofortige Freistellung“ … „Alles Gute für die Zukunft“ … „Sie werden ihren Weg schon gehen“ … Blablabla. Ich versinke langsam in einem dunklen Schlund und schnappe nach Luft. (…)

Zurück in meinem Büro rufe ich zuerst Max an. „Waaaaaas? Du veräppelst mich, oder? Das ist unzulässig, du bist doch erst heute aus der Elternzeit zurückgekehrt! Da ist man doch noch im Kündigungschutz, dachte ich.“ Dann nestelt Herr Werth unbeholfen an einer Klarsichthülle herum und übergibt mir ein Schreiben mit der Überschrift „Ordentliche Kündigung und sofortige Freistellung“ ohne dabei die Miene zu verziehen. Eiszeit-Stimmung macht sich im Besprechungsraum breit. „Bitte quittieren sie mir den Empfang der Kündigung, sie wissen schon, der guten Ordnung halber, muss ich Ihnen ja nicht erklären.“ Herr Frey reicht mir wortlos einen Kugelschreiber. Ich überlege, ob ich mit „Ihr Arschgesichter“ unterschreiben

Leider hat er nicht recht, obwohl der gesunde Menschenverstand einem sagt: Eine Kündigung am ersten Tag nach der Elternzeit, die jegliche Chance und Perspektive für einen gelungenen Wiedereinstieg zunichte macht, kann eigentlich nicht zulässig sein. Doch die Rechtslage ist ein andere. Meine innere Anwältin ist jetzt hellwach und beginnt zu erklären: „Weißt du, das ist wie bei einem Kaninchen, das sich in seinem Bau um seine Kaninchenbabys kümmert. Es ist geschützt, wenn es die Elternzeit im Kaninchenbau verbringt. Sobald es den Bau nach der Elternzeit verlässt, kann sich ein Raubvogel vom Himmel stürzen und das Kaninchen packen. Einfach so. Zack und weg.“

Und dann erkläre ich die rechtlichen Hintergründe in einem kleinen Kästchen, das sieht dann so aus:

Lust auf mehr Geschichten und Paragraphen? Dann kannst du das Buch hier bestellen. Ich freue mich riesig, wenn du es liest, verschenkst und weiterreichst!

Mit ein bisschen Glück kannst du es auch gewinnen – selbstverständlich mit einer persönlichen Widmung: Ich verlose zur Feier des Tages 5 Buchexemplare. Bitte kommentiere bis zum 01.03.2017, warum du mein Buch gerade unbedingt gebrauchen kannst! Die Gewinnerin wird direkt unter ihrem Kommentar und per Mail informiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glüüüüück!

Vielleicht sehen wir uns ja auch auf der Buchmesse oder mal anderswo, ich freue mich auf dich. Und nicht vergessen: Don’t worry be Mami – Mama hat immer Recht 😉

Deine Sandra

 

 

 

 

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17 Kommentare

  • Antworten
    Madeleine
    27. Februar 2017 at 10:54

    Das Buch hört sich sehr spannend an und die Leseprobe schreit nach mehr. Meiner Meinung nach sollte sich jede werdende Mutter bzw jede Mutter dieses Buch kaufen. Es gibt in der Schwangerschaft und danach immer wieder Situationen wo man nicht weiß was man machen soll und wie es rechtlich aussieht. Und bevor man dann lange goggelt, sollte man zu einem „Ratgeber“ greifen können und es nachlesen.

  • Antworten
    Annette
    27. Februar 2017 at 11:01

    Hallo Sandra, ich verfolge Deinen Blog schon seit ein, zwei Jahren und Deine Artikel haben immer wieder geholfen, „Licht ins Dunkel“ zu bringen. Heißt: umgeben von Gerüchten, persönlichen Empfindungen und dem viel zitierten gesunden Menschenverstand eine klare und verständliche juristische Perspektive zu erhalten. Unsere Tochter ist mittlerweile schon drei Jahre alt und im Rückblick bin ich mit einigen Themen rund um Schwangerschaft, Elternzeit etc. recht naiv umgegangen. Auch heute tauchen immer einmal wieder Fragen und Unsicherheiten zu diesen Themen auf, zumal mit Blick auf ein zweites Kind. Aus all diesen Gründen – und weil ich Deine Artikel einfach gern lese! – würde ich mich sehr über ein Buch freuen! Gruß, Annette

  • Antworten
    Simone Fonseca
    27. Februar 2017 at 12:11

    Ich würde gerne das Buch gewinnen. Ich war in meiner letzten Schwangerschaft selbst in einer echt doofen Situation, in der ich viele arbeitsrechtliche Fragen gehabt hätte. Ich habe mich tagelang eingelesen und auch durchtelefoniert. Zum Glück kenne ich mich etwas aus, so dass es mir nicht zu arg schwer viel.
    Ich würde mich sehr über ein Exemplar freuen.
    Viele Grüße
    Simone

  • Antworten
    Katha S
    27. Februar 2017 at 12:23

    Ich freue mich schon sehr auf dein Buch.
    Ich brauche es unbedingt, weil wir Kind Nr.2 erwarten und das zu einem Zeitpunkt, den mein Arbeitgeber glaube ich eher unlustig findet.

  • Antworten
    Carolin
    27. Februar 2017 at 15:23

    Tolles Buch.

    Warum grad ich? Weil meine (Wirtschafts-)Rechtsnote leider immer am Abgrund stand und ich definitiv Übersetzungshilfe für juristische Texte brauche. Und als arbeitende Mama kann man auf dem Gebiet nie zuviel wissen, zumal mich auch viele Freundinnen immer wieder fragen…

  • Antworten
    Alex
    27. Februar 2017 at 16:44

    Weil wir am Baby arbeiten…;-)

  • Antworten
    Leo Tra
    27. Februar 2017 at 17:28

    Liebe Sandra,
    ich würde dein Buch gerne gewinnen, damit ich ein wenig mehr über Mütterrechte erfahre. Sobald man schwanger ist, lernt man nämlich auf schwere Weise, dass man bezüglich der Rechte und Pflichten wenig bis gar nichts weiß. Außerdem gefällt mir das Cover wahnsinnig gut und Lektüre kann man ja immer gut gebrauchen.
    Herzlichen Glückwunsch zum ersten druckfrischem Exemplar! Das muss etwas ganz besonderes sein, sein eigenes Buch in Händen zu halten!

    Liebe Grüße,
    Leo

  • Antworten
    Johanna
    27. Februar 2017 at 19:10

    Hallo liebe Sandra,
    ich bin selbst Juristin (bzw. 3/4-Juristin wenn man so mag – da ich im April fertig bin)
    und Ende 20. Ich möchte mit meiner Kinderplanung nun auch nicht mehr allzu lange warten und bin natürlich deshalb schon seit längerem am überlegen, wie ich denn mal meine Familienplanung mit meinem zukünftigen Beruf kombiniert bekomme.
    Ich würde mich wahnsinnig freuen dein Buch zu gewinnen, da ich auf dem Gebiet absolut unwissend bin (ist ja leider kein Examens-Top-Thema sowas – wieso eigentlich nicht? Ist doch so praxisnah!). Gleichzeitig könnte ich meiner Schwester gute Ratschläge geben die seit 6 Monaten frischgebackene Mami ist und gerade den Kampf mit den Kitas absolviert 😀
    Ich finde deine Blog spitze, mach weiter so und ich wusel mich jetzt noch ein bisschen durch die Themen!
    Viele Grüße und weil heute Karneval: Helau!
    Johanna

  • Antworten
    Maria mK
    27. Februar 2017 at 22:57

    Gerade jetzt würde ich das Buch am allerliebsten einer Freundin schenken, die mit ihrem ersten Kind schwanger ist und viele viele Fragezeichen sieht… liebe Grüße Maria

  • Antworten
    S. Hoyer
    28. Februar 2017 at 13:34

    Der beste aller Gründe: im Mai kommt mein Kleiner zur Welt und so gehäufte Wissen auf einem Punkt ist das Beste was man haben kann!

  • Antworten
    Martina S.
    1. März 2017 at 12:47

    Hallo Sandra,
    ich finde Deine Beiträge immer klasse. Alles wird so erklärt, dass man es sofort kapiert 🙂 Das wird beim Buch nicht anders sein 🙂 Deshalb hüpfe ich für meine Schwägerin in den Lostopf. Sie bekommt dieses Jahr ihr erstes Kind und kann ein bisschen juristische Unterstützung sicher gut brauchen. Außerdem kann ich dann auch selbst ab und zu einen Blick hineinwerfen 🙂
    Viele Grüße
    Martina

  • Antworten
    Franziska
    1. März 2017 at 19:13

    Liebe Sandra,

    was für eine grandiose Buchidee! Herzlichen Glückwunsch zur Veröffentlichung!
    Ich befinde mich gerade im Mommy-Abseits, vielleicht nicht der Super-Gau der dir passiert ist, aber auch ich habe seit dem Mutterschutz keinen Job mehr aufgrund unendlich befristeter Verträge, ich bekomme ein Minimum an Elterngeld, weil ich einen unterbezahlten Lehrauftrag angenommen habe und nicht wusste, dass ich damit als Selbstständige gelte, ich finde keinen Kitaplatz obwohl ich seit 1 Jahr bereits suche. Ich bin seit 4 Monaten eine happy Mommy aber ganz oft mit den Gesetzen, der Bürokratie und der Willkür von Verantwortlichen überfordert. Da kommt mir dein Buch wie gerufen. Ich würde es mir so wünschen und jedem anderen hier natürlich auch 🙂
    Toi, toi, toi für das Buch!!

  • Antworten
    Culala
    1. März 2017 at 19:58

    Glückwunsch zum ersten eigenen Buch.
    Ich bin nach acht Monaten Elternzeit wieder voll in den Job eingestiegen, mein Mann übernommen und mehr als die üblichen zwei Partnermonate gemacht. Unsere Tochter wird nach Bedarf gestillt, brauchte aber auch einen Betreuungsplatt, den Papa muss ja irgendwann auch wieder auf die Arbeit zurück. Da haben wir ganz schöne Kämpfe ausgefochten, um einen Platz zu bekommen.
    In vielen Situationen wäre dein Buch sicherlich ein toller Begleiter gewesen und so würde ich mich sehr über ein Exemplar freuen.

  • Antworten
    Mimi
    1. März 2017 at 20:25

    Ich finde, es ist eine wunderbare Idee, so ein Buch zu schreiben!! Ich bin auf das Buch gestoßen in einer Zeit, die schwierig und spannend zugleich ist. Ich bin kaum 1,5 Monate nach der Elternzeit wieder im Job gewesen und habe dann vor ca. 3 Wochen einen Aufhebungsvertrag bekommen, da die Stelle einfach weg ist. Jetzt würde ich mich dann selbständig machen, weil das Ganze einfach satt habe.
    Freue mich sehr, Dein Buch zu lesen! Momentan brauche ich die ganze Hilfe, die ich irgendwie kriegen kann! 🙂

  • Antworten
    Catherina
    1. März 2017 at 21:41

    Dein Buch kommt für mich genau zur richtigen Zeit, denn noch habe ich ziemlich genau ein Jahr Elternzeit vor mir, in dem ich mich endlich selbständig machen möchte. Da ich in vielem – vor allem rechtlichen Themen – noch unsicher bin, wäre dein Buch genau das, was ich gerade brauche.

  • Antworten
    Maribel Cortez-Hennig
    3. April 2017 at 20:16

    Hallo liebe Müttern, hallo Sandra. Wenn ich dein Buch vor ein paar Monaten bekommen hätte, hätte ich anders gehandelt.
    Erstes Kind: Papa nimm Elternzeit und danach geht er auf Teilzeit. Paar Monaten später wurde er gekündigt.
    Zweites Kind: Mama nimm Elternzeit und danach Mama geht auf Vollzeit (Papa hat ja kein Job). Mama wurde gekündigt.
    Heute habe ich eine neue Stelle (Vollzeit) angefangen. Und lese ich per Zufall dein Artikel auf Xing. Ich dachte, es passiert mir nur….
    Neue Gesetze werden bestimmt viel helfen aber diese Gesellschaft vor allem hier in Deutschland sieht die Kinder als eine Belastung.

  • Antworten
    Annika
    4. April 2017 at 23:24

    Das Buch klingt sehr spannend und die Leseprobe war super. Klasse Idee solch ein Buch zu schreiben. Ich werde es mir auf jeden Fall kaufen denn in 3 Monaten kommt mein Sohn zur Welt und da kann ich dein Buch sehr gut gebrauchen.

  • Antworten

    Gleiches Recht für ElternBitte unterstütze meine Petition mit #proparents, BRIGITTE und ELTERN!

    Wir sammeln auf openPetion.de Stimmen für gleiche Rechte von Eltern. Sobald 50 000 Menschen unsere Petition unterzeichnen, reichen wir unser Anliegen im Juni beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags ein.